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Haupt / / Die Geschichte der Volker Mittelasiens

MITTELASIEN- DER GROSSE KAMPFPLATZ

Modernes Mittelasien- das sind funf unabhangige, nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 Staaten:  Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan, Usbekistan und Kirgistan, die das Territorium vom Kaspischen Meer im Westen bis zu Grenzen Chinas im Osten einnehmen.

Die Geschichte der Volker Mittelasiens bis IV Jh. vor Chr. Ist bekannt nur nach den Stuckkenntnissen aus den Volkslegenden und Epos. Relativ glaubwurdige Kenntnisse bekommt man bei den antiken Autoren.

Reiche und ergiebige Ackerlander der Oasen Mitelasiens bei ihrer gunstigen geographischen Lage waren Lieblingsstucke fur die Eroberer. 540 vor u.Z. Baktrien, belegendes das Territorium von Hissar Bergzug in Usbekistan bis Hindukusch in Afganistan, wurde zur Satrapien des Achemeniden Reiches unter Kiros dem II. (559-530 vor u.Z.), danach unterwarf er die Saken, sowie auch Sogd, Choresm und Parthien, die in Felsreliefs von Persepolis Darius des I.(522- 486 vor u.Z.) erwahnt werden. Saken und Massageten (Nomaden und Halbnomaden) bewohnten das Territorium des Zentral-und Ostkasachstans, Voraral, Siebenstromland. Von Herodot wissen wir uber die Konigin Tomiris, die Kiros den II. geplundert hat. Der Sogd belegte das Territorium des modernen Tadschikistans (ohne Pamir), und Usbekistans (ohne Baktrien und Choresm) mit der Hauptstadt Marakanda, das VII Jh. vor u.Z. Choresm- der Stat im Unterlauf des Amu Darja Flusses, war einer der altesten Kulturgebiete Mittelasiens. Viele Forscher identifizieren es mit dem Arier Land- awestischen Arianem Woytschach, dem ersten zoroastrischen Land. Parthien schloss in sich die Kopet dag Berge und anschliessende daran Taler des sudwestlichen Turkmenistans und Nordosten Irans ein.

Mittelasiatische Volker waren in die Wettkampfe der starksten Reiche damaliger Zeit von Persien bis Griechenland. Sie beteiligten sich zusammen mit den Persern an den Feldzugen gegen Athenischen Griechischen Staat. Wir wissen auch, dass in der Schlacht bei Gawgamelas, Alexandr der Grosse den letzen achemenischen Konig Darius den III. plunderte und damit endete die persische Expansion uber die Volker Mittelasiens. Alexandr der Grosse vereinigte Sogd und Baktrien in eine Satrapie , die spater von Diodot in Grako-Baktrisches Reich umgestaltet hatte, existierte bis II. Jh. vor u.Z.

Der altgriechische Historiker Strabon berichtete, dass Baktrien von Hellingen die Nomadenstamme wegnahmen, die aus dem Sakenland gekommen waren. Chinesische Chroniken berichtet uber die Eroberung Dachjas- Baktrien durch die Yue-tschi , die aus Ostturkestans durch die Hunnen verdrangt waren. Nach dem Sieg uber Grako-Baktrisches Reich siedelten sich Yue-tschis am rechten Ufer von Amu Darja. Antike Historiker identifizieren Yue-tschi mit Tocharern. Davon kommt der spatere Name dieser Gebiete- Tocharistan.

Begrundet auf den Bericht des chinesischen Botschafters Zhang Qian, erwahnt der chinesische Historiker den Nomadenstaat (eventuell skythisch) Kangjuy, in dem die Sitten mit Yue-tschis ahnlich waren. Die Geschichte Kangyus geht die Legende zu den Zeiten „Avestas“ zuruck, Kangha als die Hauptstadt Turans erwahnt wurde. Uber den Staat Kangha erwahnt auch „Avesta“(heiliges Buch der Zoroastrier), und der indische Epos „Mahabharata“, der sich definitiv zu IV Jh. gebildet hatte.Es existierte im Mittel-und Unterlauf des Syr Darja Flusses vom II Jh. vor u.Z. bis IV Jh. Nach den spateren Berichten der chinesischen Historiker, waren dem Kangha Buchara, Schachrisabs, Kattakurgan, Taschkent Oase und der Nordteil von Choresm unterworfen.

In der gleichen  Periode, nach den Angaben von Zhang Qian, existierte der Staat Dawan, der 70 Stadte vereinigte, sein Herrscher sass in der Stadt Guschan „Ju-tschen“- eventuell heutiges Usgen.

Chinesische Chroniken berichten, dass in Dahja-Bktrien im I Jh. der Stamm Guanschuan andere 4 Stamme unterwarf. Der Furst Kudsula Kadfis liess sich als Furst erklaren, begann den Krieg, und schuf das Kuschan Reich. Seine Nachfolger vollendeten das Schaffen dieses Reiches, in das Territorien Mittelasiens, Afghanistans, Nordindiens und Pakistans beitraten, es war gleich nach der Macht den Romischen und Chinesischen Reichen. In der Kuschana Zeit wurde der Buddhismus zu einer der Weltreligionen und florierte die Grosse Seidenstrasse.

V-VI Jh. wurde das Kuschan Reich durch die Heftaliten erobert. Nach der Meinung des Historikers Lew Gumiljow, bildeten sich die Heftaliten (Weisshunnen) wie ein Volk im Bergpamir. Zu Heftaliten Reich gehorten die Territorien des Mittelasiens (Sogd, Baktrien-Tocharistan, Fergana), ausser Choresm, Afghanistan und Ostiran.. Im Laufe der Kriege zerstorten die Heftaliten den Gupten Stаat in Indien. Spater sind sie unter den Schlagen der indischen, sasanidischen und Turkherrscher gefallen.

VI-VII Jh. sind die Volker Mittelasiens in den grossen Staat der turkstammigen Nomaden beigetreten- Der Turk Khanat., der das grosse Territorium von Pazifik bis zum Schwarzen Meer kontrollierte (630 sogar bis zum Indischen Ozean), und damit die Grose Seidenstrase. Das China war gezwungen daran Tribut als 100 Ballen Seide zu zahlen. Aber bis 630, als ie Chinesen an die Turken die Niederlage versetzten.

VII Jh. kam eine neue Gefahr- die Araberinvasion, die schon Syrien, Palastina, Iran erobert hatten. 651 eroberten sie das reiche Merw ohne Wiederstand. Anfang des VIII Jhs. vollendeten die Truppen unter der Leitung von Kuteiba ibn Muslim die Eroberung des Grossteils Mittelasiens. Nach dem Bericht des Historikers Ibn Al Asir, fuhrte Kuteiba sua Mittelasien bis 100 Tausende gefangene Sklaven. IX Jh., im Verlauf des Zerfalls vom Arabischen Khalifats, setzte sich in Mittelasien die ostiranische Samaniden Dynastie (819-999) fest, die von Arabern Islam bekommen hatten.

999 eroberten Buchara- die Hauptstadt des Samaniden Reiches die Heere des Karachaniden Staates, der durch die Turkstamme aus Siebenstromland und Kaschgar gebildet war, und eroberten Schasch, Fergana und die Territorien von Sogd.

1141 erschienen in Mawarounachr die Karakitaen (heutige Uiguren). Sie machten Invasionen vom Siebenstromland, in dem sie ihr Reich gebildet hatten. Sie nutzten die  feudale Zersplitterung des Territoriums und eroberten zuerst Samarkand, dann Buchara, aber sie interessierten sich nur fur Tribut.

Gegen die Karakitaen stand Choresm nach Fall der Seldschuken Dynastie in Iran 1194 auf und wunschte keinen Tribut zahlen. Der Choresmschah Muchammad eroberte Buchara 1210 und im Bundnis mit dem Khan von Samarkand aus dem Karakhaniden Reich Osman ruckte gegen Siebenstromland vor. Im Talas Fluss Tal nahm der Choresmschah den Feldherr des Karakitaen Heres Tajangu fest. Vor er Mongolen Invasion eroberte der Choresmschah Muchammad Maworaunachr und vereinigte es im Bestand vom Choresmischen Reich.

Tschingis Khan wollte nicht Choresm angreifen, aber nach der Vergiftung seiner Botschafter 1220 eroberten grausam mongolische Heere Mittelasien, viele Stadte lagen in Ruinen. Besonders litten die Stadte, die einen grossen Wiederstand geleistet hatten, wie Samarkand, Merw, Urgentsch. Anderthalb Tausende Herrschaft der Mongolen in Mittelasien brachte unzahlige Plagen seinen Volkern und war durch Niedergang gepragt.

Die zerstrittenen Lander vereinigte in einen Staat Amir Timur (1336-1405), mit seiner Hauptstadt Samarkand. 1370. Mawarounachr, Schash (heutiges Taschkent), Fergana vereinigte er ohne Muhe, aber das hartnackige Choresm ist es gelungen erst 1380 anzuschliessen. Mitte der 80-er Jahre des XIV Jhs. gehorte zu Timur schon Horasan, und dann der ganze Iran. Um die goldene Horde zu schwachen unternahm er gegen Tochtamisch 3 Feldzuge (1387, 1391, 1394-1395). Er strebte den Hanel uber alte Strasse durch Mittelasien zu fuhren und, die Nordroute, die der goldenen Horde gehorte, zu zerstoren. Deshalb er zerstorte die Stadte der Goldenen Horde Asow, Sarai (heutiges Wolgograd), Urgentsch.  1392 unterwarf er Armenien und Georgien, 1397 Aserbaidschan. 1398-1399 eroberte Timur Deli und umliegende Gebiete Indiens. 1400 kampfte er gegen den turkischen Sultan Bajasid den I. Und agyptischen Sultan Faradsch. Er eroberte iwas in Kleinasien und Aleppo in Syrien. 1402, in der Schlacht bei Ankara, nahm er den turkischen Sultan Bajasid den I. Fest. Nur sein Tod storte den Feldzug nach China. Sein Ziel war die Herrschaft uber die Routen der Weltkarawanenwege, die die Lander Europas und Vorasiens mit Fernen Osten verbanden.

XV Jh. schwachten feudale Zerrissenheit und Bruderkriege die Macht des Timuriden Reiches. Auf seinem Territorium herrschen Eine nach der Anderen usbekische Dynastien- Schaibaniden (XVI Jh.), Astarchaniden (XVII-XVIII Jh.), und Mangiten. Ihre Herrschaft wurde durch zahlreiche Bruderkriege, plundernde die Stadte, begleitet. Als Ergebnis erschienen 3 Khanate- Buchara, Chiwa, Kokand, unter denen grausamer Kampf fur die Dominanz in Mittelasien  bis zur  Eroberung durch Russland II. Halfte des XIX Jhs. erfolgte.