Ortszeit: 00:37
Sprache:
Haupt / / Die Grosse Seidenstrasse

Die Grosse Seidenstrasse, die die Kontinente verband, wurde zu einer der grössten Errungenschaften der Menschheit, innerhalb deren, wie in der Retorte, tobte das Leben, erfolgte  sturmische Entwicklung nicht nur des Handels, aber auch der anderen Warenerzeugung, die mehr und mehr Nachfrage genossen. Parallel dazu erfolgte grossartige Vermischung und Bereicherung der Kulturen, Wissenschaften-, Kunst-, Handwerksentwicklung.

Die Grosse Seidenstrasse war ein gigantisches Netz der Wege, sogar zwei gigantische Wegesysteme, die bis zum II Jh. vor Chr. wie von einer Wasserscheide mit den Bergzügen Himalaya, Kun-Lun, Karakorum, Hindukusch, Tjan-Schan geteilt waren. Die Einwohner Asiens, Europas, Ägyptens, Arabiens, des Zweistromlandes (heutige Iran und Irak), des Vor- und Mittelasiens, der gräko-romischen Welt, die unter einander durch die Karawanenwege Jahrhunderte verbunden waren, wussten wenig vorher über die Existenz des grossen chinesischen Reiches.

Im Reich der Mitte, das für die ganze westliche Welt geschlossen war, aber auch heute das entwickelte Netz der Wege besass, wussten über die  Länder, mit vielen florierenden Städten nicht. Der erste sah diese der chinesische Botschafter Tshcan Tsan, der seine Reise 138 vor Chr. durch viel Qual nach Mittelasien machte. Über seinen Aufenthalt in Dawan (das Fergana Tal), Kangjuy, Sogd, Baktrien schrieb er einen ausführlichen Bericht, dem am besten die bekannten Hengste Dawans gefallen haben, die in China als „Himmliche Pferde“ bezeichnet wurden, sie unterschieden sehr von lokalen zottigen Pferden. Der chinesische Kaiser, laut der Legende, konnte genau mit diesen Pferden in den Himmel reiten und unsterblich werden.

Dagegen boten die Chinesen ihre Waren. Nach den Chroniken der Historiker, die erste Karawane mit der Seide- sehr kleiner und teurer Ware, sowie auch mit den Bronzenspiegeln ging aus China ins Fergana Tal 121 vor. Chr. Sie ging durch Turfan Hohlung, Feuertor entlang und  Tjan Schan Auslaufer. Im Zusammenhang damit ist die Entdeckung der Beisetzung der „sogdischen Prinzessin“ der usbekisch-franzosischen Expedition 35 Km entfernt von Samarkand, die mehr als 2000 Jahre alt ist, interessant. Unter zahlreichem Goldschmuck wurde in der Bestattung der chinesische Spiegel aus der unbekannten Legierung gefunden. Wahrscheinlich wurde die „Prinzessin“ auch mit der Seide gestaltet, aber dieser Stoff ist ephemer, um unter der Erde 2000 Jahre zu erhalten.

Bisher unbekannte Waren, besonders Seide, genossen grosse Nachfrage auch ausserhalb Mittelasiens: zuerst in Persien, dann auch entlang der Grossen Seidenstrasse, die erst seit 1877 dank dem deutschen Geograph Ferdinant Richthofen, so bezeichnet wurde.

Die Romer bezeichneten Seide als chinesische Schal, dafur bezahlte man  unglaublich grosses Geld, insbesonders dafur, dass die Seide einziger Schutz von den Insekten war. Die Seidenproduktion hielten die Chinesen in Geheimnis, die Europaer glaubten sogar, dass die Seide auf den Baumen wachst. Aber, wie heute man bezeichnen konnte, wegen der Industriespionage wurde das Geheimnis bekannt.

Die Seide ist nicht die einzige Ware, die das Abendland durch den Vertrag bekam. Eine grosse Nachfrage mi Abendland genoss das Porzellangeschirr mit raffinierten Bildern, Bronzen- und Lakierwaren, Arzneimittel, Parfumerie, Tee, Reis und, naturlich Papier, die Produktion deren die Chinesen, sowie auch des Pulvers, entdeckt haben. Den Kompass entdeckten eigentlich die Chinesen auch.

Selbst China bekam mit den Hengsten auch Luzerne (Alfalfa Gras). Ausser den „himmlichen Pferden“, fuhrte man auch die Kamele, Fettschwanzschafe, Jagdhunde und sogar die Lowen und Geparden ein.

Hier begann man auch ,mit den Karawanen eingefuhrte, Baumwolle, Zwiebel, Gurken, Mohren, Walnuss, Granatapfel, Feige, Pfirsich, Honig-und Wassermelone, Weintraube zu kultivieren. Den Chinesen gefiel auch der Weintraubenwein…

Ausserdem lieferte Mittelasien nach China auch die Teppiche, das Samarkand Glas, Leder, Baumwolle- und goldgestickte Stoffe… Durch Mittelasien nach China gingen die Artikel aus West-und Osteuropa, Mittelmeer, Vorasien und Kaukasus…

Die Grosse Seidenstrase wurde zum Leiter nicht nur der Materialwerte, aber auch der geistigen Werte. Zusammen mit den Karawanen brachten die Monche ihre Religion zuerst aus Indien nach Mittelasien (I-III Jh.), von dort aus nach China (Iv-VI Jh.) und weiter nach Japan.

Auf dem Territorium Usbekistans sind eine Menge buddhistische Denkmaler entdeckt. Weltbekannt ist die Siedlung Dalwersintepa (60 Km entfernt von Termiz)- das Denkmal aus der Kuchana Zeit, neben dessen auch die Ruinen des buddhistischen Tempels, reich geschmucten mit der Skulptur und datiert mit dem I Jh. Dort wurde auch der Kopf des  Kuschana Prinzen mit dem Kegelhut. Daneben, im zweiten buddhistischen Komplex wurden die Buddha und Bodhisattwa Statuen gefunden. In der Siedlung Kara Tepa grub die usbekisch-japanische archaologische Expedition das buddhistische Kloster und eine Stupa.

Uber die Grosse Seidenstrasse verbreitet sich auch im III Jh. Der Manichaismus (Mischung des Zoroastrismus und Christentums), dann nestorianische Richtung des Christentums, und seit VIII Jhs. Islam. XIV Jh. verdrangte Islam Buddhismus aus dem Ostturkestan.

Die Grosse Seidenstrasse ist nicht nur zahllose Karawane aus hunderten und sogar tausenden Kamelen (mit kleinen Gruppen war es gefahrlich sich zu bewegen), aber auch entwickelte Infrastruktur: die Karawansereien, Stalle, Proviant, Lager. Wahrend der Reise furchtete man sich grosse Gelder mitzunehmen, deshalb seit X Jh., als die Muslime die Karawanen auf der Seidenstrasse kontrollierten, gab man das Geld den Wechslern gegen „Aviso“ ab, den man in denen Stadten der Seidenstrasse wechselte, wo die Prokuristen dieser Wechsler lebten.

Die Grosse Seidenstrasse gab die Existenzmoglichkeit einer Menge der Menschen, die auf dem Territorium vom Atlantischen Ozean bis Pazifik besiedelten, unter denen den Nomaden, die gegen die Belohnung die Karawanen bewachten und die Karawanen mit Lasttieren und Proviant versorgten. Die Herrscher, durch dessen Territorium die Karawanen gingen, waren an den Zolleinnahmen interessiert, deshalb verabschiedeten die Gesetze, die die Karawanen bewachten. Z.B. wahrend der Herrschaft von Amir Timur, sollte der Landesherrscher, im dem die Karawane ausgeraubt worden war, doppelt die Schaden den Handlern oder ihren Nachkommen ersetzen, und funffach mehr in den Staatsetat beitragen.

Entlang der Karawanenwege entstanden neue Stadte und wurden reich Alte, in den Stadten florierten die Handwerke, Wissenschaften, Kunste, die mit neuen Ideen und Kenntnissen bereichert wurden. Es entwickelten sich der Stadtebau und Architektur, wie z.B. Timuriden Mausoleum Gur-Emir in Samarkand, Der Palast Ak-Sarai in Schachisabs, das Mausoleum von Machmud Jasawi in Jasa, wo die Architekturstile und Formen der verschiedenen Landern und Kulturren sich vereinbaren. Es ist genug zu sagen, dass am Aufbau zusammen mit mittelasiatischen Baumeistern die Meister aus Azerbaijan, Armenien, Indien, Irak, Iran und Syrien beteiligten.

Die grossten Zentren, Drehscheiben damaliger Zeit, waren alte Stadte Usbekistans- Dawan (heutiges Fergana Tal), Samarkand, Buchara, Choresm, Termiz… Hier war Konzentration nicht nur des politischen, aber auch des Kulturlebens. Puls des Lebens war bemerkbar auf den belebten und vielsprachigen Basaren, auf denen die Bewohner und die Gaste die Nachrichten und Preise erfuhren, horten  den Auftritten der Musiker und Schauspieler, Marchenerzahler zu, entzuckten die Seiltanzerkunst. Hier konnten die Handler ihre Waren tauschen, weil nur Wenige ganze Route gingen, die Lange deren sich 12 Tausende Km. Erstreckte. Praktisch Niemand von den Reisenden uber die Grosse Seidenstrasse hatte Ahnung uber die Grossartigkeit dieser transkontinentalen Dimension, jeder kante nur sein Stuck, oder maximal nur die Halfte davon.

Marco Polo gilt der Erste zu sin, der die Dimension des euroasiatischen Festlandes den Europaern bekannt machte und beschrieb orientalische Lander, der XIII und XIV Jh. uber die ganze Seidenstrasse reiste.

Wahrend ihrer Existenz erlebte die Grosse Seidenstrasse einige Male ihren Hohepunkt und Niedergang. Wie ein eigenwilliger Fluss anderte sie seine Hauptgange, umgehend die gefahrlichen Routen.

XIII - XIV Jh. erlebte die grosse Seidenstrasse ihren letzten Aufschwung. Die Mongolen, die alle Lander von China bis Iran und Russland unterworfen hatten, ubernahmen die Kontrolle uber den Handel auf dem ganzen euroasiatischen Festland. Aber schon die 2. Halfte des XIV Jhs. die Strasse mit der 1500 jahrigen Geschichte, ging nieder, trotz des Versuchs Amir Timurs alle euroasiatische Routen zu vereinigen, was nur zeitweilig wirkte.

Schuld traf die Entwicklung der Seefahrt XIV-XV Jh. die Kusten des Nachostens, Sud-, Sudostasiens entlang. Z.B. Seefahrt aus dem Persischen Golf bis Peking nahm ca. 150 Tage, und die Karawanenreise  aus Asow bis Peking 300 Tage ein. Dabei auf einem Schiff konnte man so viel Lat befordern, wie mit tausenden Lasttieren.

Die Route der Grossen Seidenstrasse von China bis Mittelasien existierte am langsten. Der Handel  zwischen ihnen horte nur XVIII Jh. auf.