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KARAKALPAKISTANDAS LEGENDENLAND

Das Alter  der Hauptstadt von Karakalpakistan – Nukus ist keinesfalls mit dem Alter der alten Stadte Usbekistans zu vergleichen, die einige Jahrtausende sind. Die ersten Erwahnungen davon gehoren zur II. Halfte des XIX Jhs., insbesondere Festung Nukus, die am rechten Ufer des Amu Darja Flusses liegt, findet man im Bericht des ungarischen Reisenden  Gelehrten Herrman Vamberi, der 1863 als Derwisch(Bettelmonch) verkleidet in die verbotene fur die Europaer Stadte Chiwa und Buchara gekommen war.

Den Status der Stadt bekam Nukus erst 1932, und 1939 wurde zur Hauptstadt Karakalpakistans. Trotz der Wustenhitze von Kisil Kum, die direkt an der Grenze der Stadt beginnt, hat es grune Alleen, ist reich an die Blumen und sehr schattig. Von der Hauptstadt Taschkent ist es anderthalb Stunden Flug weit, aber uber die bekannten Routen der Grossen Seidenstrasse brauchte man ca. 2  Monate zu gehen.

Das ist nicht grosse, vom Standpunkt der Geschichte und Archaologie uninteressante Stadt, ist heute weltbekannt durch sein einzigartiges Museum, das von den Fachleuten als „Luvr in der Wuste“ bezeichnet wird.

Der Stifter und der erste Direktor des Museums Igor Sawitskiy geriet in Mittelasien aus dem wahrend des II. Weltkriegs evakuierten Kunstinstitut zu Moskau Namens W.Surikow, in dem er damals studierte. Fasziniert mit der Geschichte und alter Kultur des Landes, ist er fur immer in Karakalpakistan geblieben, und sein Leben der Kulturguter, Ethnographie, und Kunststucksammlung gewidmet.

Der Grossteil des Lebens und eigener Mittel verwendete er fur die Rettung der  Kunstlergemalden der russischen Vorhut,  repressierte und verbannte wahrend der Stalins Zeit in die Aral Steppen. Gerade diese Sammlung der russischen Vorhut Kunst der 20-40er Jahre des letzten Jhs., ist die zweitbedeutendste nach der Sammlung des Russischen Museums in St. Petersburg, und machte das Museum weltbekannt. In seinen Katalogen sind die Zehnten Namen der Kunstler, die im Westen bekannt sind. Viele von denen nahmen an den Ausstellungen in Paris Anfang des XX Jhs. Heute ist Museum von Sawitskiy  in die internationalen respektablen Nachschlagewerke eingeschlossen. Seine Meisterwerke wurden in Deutschland, Italien, Frankreich, der Schweiz zur Schau gestellt.

Im Museum sind auch die reichste Sammlung der nationalen karakalpaischen Juwelen aus Silber und Karneol, traditionelle Teppiche, Stickereien, Applikationen, und naturlich, archaologische Funden: Statuetten, Ossuarien- die Gefasse fur die Gebeine der Verstorbenen, die Erzeugnisse aus Bronze und Keramik, die uber Geschichte und Handelsbeziehungen vom alten Choresm erzahlen, uber die vorislamische Religion in dieser Region und  ihr heiliges Buch „Avesta“, das das Territorium des modernen Karakalpakistans im Unterlauf Amu Darjas.

Zahlreiche archaologische Funden erzahlen uns uber das Leben vom alten Choresm. Nicht weit von der Stadt Chodscheili befindet sich historisch-archaologischer Komplex Misdakchan, der sich auf 3 Hugeln liegt. Nach der Meinung der usbekischen Gelehrten, lag auf diesem Ort in „Avesta“ erwahnte Stadt Masda, die nach dem Hauptgott des Zoroastrismus Achura- Masda bezeichnet war. Das war ein grosses Handels-, und Handwerkszentrum, durch das sich die Nordroute der Grossen Seidenstrasse erstreckte. Davon bezeugen die Funden der Reste der Stoffe mit goldenen  Faden, Kauri Muschel aus dem Indischen Ozean, Korallenketten. 

Auf einem der Gipfel von Misdakchan erheben sich majestatisch die Ruinen der alten Siedlung Gjaur-Kala- „Burg der Unglaubigen“, bezeichnete so durch die Araber, wegen des 70-jahrigen Wiederstandes der „Feueranbeter“ (so bezeichnete man die Zoroastrier) dem Islam. Die Archaologen haben bestimmt, dass 10 Meter tiefe Kulturschicht von Gjaur-Kala die Zeitspanne vom IV Jh. vor u. Z. bis XIII Jh. umfasst hatte, wurde durch die Heere Dschingis Khans zerstort.

    Ein anderes einzigartiges Denkmal von Misdakchan ist ein unterirdisches Mausoleum Maslum Khan Sulu (XII Jh.), die Wande dessen mit blauen Glasurfliessen, mit den „Bandchen“ Mustern oder „zoroastrisches Schmetterling„ verziert ist, einige Forscher finden es ahnlich dem nestorianischen Kreuz, als Nachhall der Koexistenz auf dem Territorium von Choresm einiger Religionen. Daneben sind die Trummer der Medresse und des Mausoleums vom Khaliph Jereschep (IX-XI Jh.) Jedes von den Denkmalern ist von den Legenden umhullt.

   Beeindrucken auch die Ruinen der Siedlung Toprak Kala im Ellik Kala Bezirk von Karakalpakistan.  Nach der Meinung der Archaologen befand sich Hauptstadt vom antiken Choresm, die Flache  deren 17 Hektar ausmacht. Den Archaologen ist es gelungen die Konturen des grossen Palastes, der Residenz der Herrscher von Choresm, die mehr als Hundert Raume ausmacht: grosse Sale mit Fresken und Skulpturen, darstellende Herrscher, dunkelhautige Krieger und Tanzer in Masken, lange Zimmerfuchte, Wohnraume, Innenhofe, Werkstatte und Lager wiederherzustellen. Nicht weit befand sich einen Feuertempel mit dem Heiligtum und einen Platz davor. Die Stadt war nach dem Perimeter mit machtigen Mauern aus dem Lehmziegel mit zahlreichen Wehrturmen umgeben.

 In ca. 20 Kilometer von Toprak Kala, an der Grenze von Kisil Kum und Bergzugen von Sultan Uisdag befindet sich eine Siedlung des I. Jhs.- Ajas Kala (Siedlung im Wind). Die Festung lag auf dem Gipfel des Steinhugels  und war fast uneinnehmbar.  Aber die Baumeister wollten sie befestigen: die Archaologen entdeckten Menge Ziegel, die auf den Rippen lagen, aber wurden nicht verwendet…

    Auf dem Territorium des Ellik Kala Bezirks von Karakalpakistan liegt eines der hervorragenden Denkmalern Mittelasiens- Siedlung mit der Festung Dschanbas Kala, die mit IV Jh. vor Chr. Datiert ist. Auf ihren Ruinen entdeckten die Archaologen zahlreiche Zeugnisse der handelsbeziehungen vom alten Choresm mit anderen Landern, unter anderem eine Menge Glasperlen, die III-II Jh. vor u.Z. im  Norden des Gebiets am Schwarzen Meer. I Jh. ist die Festung Dschanbas Kala gefallen. Um sie herum findet man Metallspitzen der Pfeilen von 2 Arten: die einen gehorten den Beschutzern, die anderen den Eroberern.

Auf dem Territorium von Karakalpakien zahlt man Hunderte alte Denkmaler, unter anderem die Trummer der Festungen-Vorposten Richtung der Aral Steppen, die die reichen und ergiebigen Ackerflachen im Unterlauf von Amu Darja von den Invasionen der Nomaden schutzen sollten. Ausser den von Menschenhanden geschaffenen hat Karakalpakistan auch einzigartige naturliche Denkmaler. Das ist bekannter Sand von Usjturt Plateau, der mit den Canionen von Colorado vergleichbar ist. Drauf sind sarmatische Beisetzungen und Uberreste der Signalturme entdeckt.

Karakalpakistan ist durch die Austrocknung vom Aral See, dem noch Mitte des XX Jhs.  viertgrossten See der Welt bekannt. Heute ist Aral See 100 Km vom Ufer der ehemaligen Hafenstadt Mujnak dadurch entfernt, dass die Flusse Amu Darja und Syr Darja nicht mehr  darin munden, und davon sind nur die Reste der Fischkutter geblieben…