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DIE GESCHICHTE DER „GRUNREN STADT“

Viele Reisefachleute, die die Reiserouten durch Usbekistan organisieren, schliessen unbedingt die Stadt mit 3000-jahriger Geschichte ein, die im Grun, Blumen, Weintrauben, Garten und Abhangen versunken ist- Schachrisabs. Sein Name heisst auch so- „Grune Stadt“ (schachr “Stadt“, sabs “grun, jung, frisch“).

Sie befindet sich in Nordosten des Gebiets Kaschkadarja bei den Vorbergen der Hissar Gebirgen, in der Kitab-Schachrisabs Oase, 80 Km sudlich von Samarkand. Geraten in diese Stadt, vergisst man sie nicht, das ist nicht nur die alte Stadt mit der Geschichte, Architektur und Natur, aber auch mit gastfreundlichen, fleissigen Leuten, tatigen in verschiedenen Branchen- Textilindustrie, Baumwollverarbeitung, sowie auch Seidenzucht. Die Oase ist reich auch an die Rebeplatagen, die Markenweine von Schachrisabs geniessen  Nachfrage auf dem ganzen asiatischen Kontinent. Schachrisabs ist auch mit seinen Handwerkern beruhmt- bekannte handgemachte Seidenstickerei, die mit der Technik „iroki“(Hakel), Teppiche, Keramik sind in der ganzen Welt bekannt.

Kesch, so hiess das altertumliche Schachrisabs im Mittelalter, sie entstand in der 2. Halfte des I. Jts. Vor u. Z. in der ergiebigen Oase. Archaologische Untersuchung der Oase bestatigte, das die ersten Ansiedlungen der Menschen in der Oase ca. VIII-VII Jh. Vor u. Z. (Festung Usunkyr) stattfanden. Das antike und fruhmittelalterische Schachridsabs wird an der Siedlung Kitab lokalisiert, wo die alte Siedlung 40 H. gross erhalten ist. In den chinesischen Chroniken aus dem I- Jt. vor Chr. wird es als „Suse“ bezeichnet. Seit dem 2. Jh. vor Chr. bezeichnete man die Siedlung Kitab als „Ki schi“. Jetzt sind die Trummer einer  Lehmmauer  der ehemaligen Zitadelle erhalten.

Durch die Stadt ging die Grosse Seidenstrasse, uber diejenige die Karawanen mit Waren nach Indien, Baktrien, Sogd, Parthien, Assyrien, Byzanz  und Agypten gegangen sind.

Uber diese Strasse gingen im IV Jh. vor u.Z. auch die Krieger  von Darius und Kiros, es beschrieb der Historiker Herodot, der die Beschreibungen der alten Karawanenstrasse und ihrer Leute, die diese Lander besiedelten, hinterliess. In den schriftlichen Erwahnungen wird Kesch als die Hauptstadt von Sogd, einer der Provinzen von Darius bezeichnet.

329 vor Chr. eroberten die Truppen von Alexander des Grossen die Stadt. Die Kultur der alten Hellenen leistete einen Einfluss auf die Einwohner dieser Stadt, und die Kulten der griechischen Gotter wie Athens, Herakles und Dionysos entstanden.

I—III Jh. befand sich Kesch unter der Herrschaft des Kuschan Reiches.

VI Jh. gehort es zum Heftaliten Reich . 567—658 Jahre unterwarfen sich sogdische Herrscher den Turkvolkern.

Die Geschichte der Stadt ist auch reich an viele Ereignisse und mit der Geschichte anderer Stadte des alten Sogdes wie Buchara, Samarkand und Taschkent verbunden.

Das Aufbluhen der Stadt entfallt auch auf Mittelalter. Aus den schriftlichen Quellen sind die Namen der 3 Herrscher von Kesch dieser Periode bekannt- Didsche (Ende des VI.-Anfang VII Jhs.), Schisch Pir (Mitte des VII Jhs.), und Ahurpat (die 2. Halfte des VII Jhs.). Bei dem Herrscher Schisch Pir wurden enge diplomatische Beziehungen mit Nachbarstaaten des Orients aufgenommen. 

In verschiedenen Zeiten anderte sich die Stadt, sie wurde zerstort, gebaut und verschoben. Heutiges Schachrisabs befindet sich ca. 20 Km. weit von der  antiken Siedlung Kesch.

Wie ein wichtiges sozialwirtschaftliches und Verwaltungszentrum der Provinz, war die Stadt durch viele Garten und Siedlungen umgeben, sie hatte Wehrmauer und bestand aus einzelnen Wohnvierteln, die Einwohner deren den Handel, Produktion und Baukunst ausubten. 

Die Einwohner von Kesch standen gegen auslandische Eroberer auf, die ausraubten...

VIII Jh. war diese Stadt zum Zentrum des 25-jahrigen Aufstandes gegen arabischen Khalifat, den 757-785 der einheimische Statthalter Haschim Ibn Hakim (Mukanna) leitete. Bei der Niederwerfung war Kesch zerstort und bis  des XIII Jhs. verodet. Der arabische Geographe Makdisi betonte, dass die alte Stadt und Festung zerstort waren, obwohl dort das Gefangnis und Freitagsmoschee waren.

Die Starke und Widerstand der Bevolkerung von Kesch erschien auch wahrend der Eroberung der mittelasiatischen Lander durch die Mongolen im XIII Jh.

Seit Ende des XIV Jhs. wird der alte Name Kesch durch den neuen- Schachrisabs gewechselt. Der Hohepunkt dieser Stadt entfallt auf die Herrschaftszeit von Amir Timur und seiner Nachkommen XIV und XV Jh. Timur ist 1336 un der Siedlung Hodscha Ilgor, nicht weit von Schachrisabs geboren, wo auch seine Kindheit und Jugend vergingen. Als er 25 Jahre alt und Herrscher wurde, subventionierte er viel in den Stadtebau, liess mit schonsten Bauwerken ausschmucken, die ihn im Orient beruhmt machten. Seit 1370 wurde zur Hauptstadt von Timurs Reich Samarkand, aber Schachrisabs blieb unoffizielle Hauptstadt seines Reiches, der er Sonderaufmerksamkeit schenkte. In dieser Stadt wurden die Botschafter aus grossen Staaten Asiens und Europas empfangen. Hier kamen bekannte Gelehrten, Theologen, Kalligraphen, Handler, was auch die Entwicklung der Kultur, Wissenschaft und Handwerke forderte.

Das war eine Stadt-Festung, das Territorium deren 1378 durch die Lehmmauer und Graben, mit der Zugbrucke am Tor. Die Breite des Mauersockels erreichte 5 M., Hohe 11M, die mauer wurde mit den Wehrturmen geschmuckt.

Der spanische Botschafter Rue Gonzales de Clavijo, der 1404 Schachrisabs besuchte, ausserte seine Entzuckung, dass die Stadt auf dem Flachland durch die Garten und Hausern umgeben ist, um die viele Kanale und Bache fliessen. Einen grossen Einfluss  auf ihn leistete die Wehrmauer mit dem tiefen Graben und Zugbrucke.

Fur die Schonheit, Majestat, und Status des Kulturzentrums schenkte man Schachrisabs im Mittelalter verschiedenen Titeln- „Dilkasch“(freuendes das Herz), „Kubbat al Ilm wa Adab“(Kuppel der Wissenschaft und Bildung).

In Schachrisabs lebte der geistige Lehrer von Amir Timur- Schamsuddin Kulal und arbeiteten 3 von 6 anerkannten in der islamischen Welt Gelehrten- Ausleger der Hadithen (Taten des Propheten Muchammeds)- Abu Muchammad al Keschij (Hasrati Imom), Abdullah Muchammad as Samarkandij und der bekannte Imam Abu Abdullah al Buchari.

In der Herrschaftszeit von Abdullah Khan Scheibani, tritt Schachrisabs 1574 ins Scheibaniden Reich bei.

Wahrend der feudelan Bruderkriegen XVII-XVIII Jh. war Schachrisabs eine Provinzstadt, nur wahrend der Amtszeit vom Furst Nasarbek beginnt der Aufgang der Stadt. In dieser Periode wurden die Stadt und Architekturensembles rekonstruiert. Einige Male erklarten sich die Fursten der Stadt unabhangig und widerstanden aktiv dem Drang des Khanats Buchara. Nur 1856 wurde das Furstentum durch den Emir Nasrullah unterworfen und an Buchara 1870 definitiv angeschlossen.

Bis zum Absturz des Emirs von Buchara 1920 blieb Schachrisabs das Zentrum der Provinz.

Heute ist Schachrisabs dynamisch entwickelndes,  eines der grossen Kultur-, Tourismuszentren Usbekistans mit der entwickelten Infrastruktur, Landwirtschaft, verarbeitenden Industrie und Handwerken.
 

SEHENSWURDIGKEITEN DER HEIMATSTADT VON AMIR TIMUR

Die Architektur von Schachrisabs ist unglaublich attraktiv, in der nicht grossen Stadt mit der Bevolkerung mehr als 100 Tausende Leute befinden sich 19 Bauwerke vom Weltkulturerbe, die uber die vorherige Majestat der Stadt erzahlen.

2000 wurde das historische Zentrum von Schachrisabs durch UNESCO als Meisterwerk von Weltkulturerbe proklamiert. Jahrlich empfangt die Stadt einige Zehnte Tausende Gaste.

Die meisten Sehenswurdigkeiten von Schachrisabs wurde bei Amir Timur und Ttimuriden gebaut, einen grossen Beitrag leistete Enkel von Timur- der Gelehrte Ulugh beg.

Hierher, ins Kulturzentrum des Orients, kamen bekannte Architekten, Baumeister und Intelligenz aus verschiedenen Landern der Welt und bebauten es.

Die bekannteste Sehenswurdigkeit von Schachrisabs- der Sommerpalast von Amir Timur Ak-Serei(der weisse Palast 1380?1404). Der Palast ist in der ursprunglichen Form ist nicht erhalten, der Bogen des Eingangsportals ist vor 200 Jahren gesturzt. Die erhaltenen Pylonen des Palastes erreichen die Hohe 38 m. Der Palast wurde durch die besten Baumeister von Schachrisabs, Iran, Indien und Choresm gebaut. Die Gemacher wurden raffiniert mit Vergoldung und Azurblau geschmuckt, die Fassaden wurden mit  farbigen Fliessen, Hofe mit weissen Patten ausgeschmuckt. Im Hof auf einem der Dacher wurde ein unikaler Teich gebaut, Meisterwerk der Baukunst. Das Wasser wurde aus den Bergen  durch die Rohre hingefuhrt und fiel wie ein Wasserfall, schuf ein besonderes Mikroklima. Rue Gonzales de Clavijo schrieb entzuckend uber den Palast, seine Garten und Becken, wunderte sich uber dekorative Verzierung mit der Herrschersymbolik- der Lowe, liegender in der Sonne.

«Wenn Sie unsere Macht bezweifeln, schauen Sie unsere Bauten an!“ – diese Schrift schmuckte das Portal des Palastes Ak-Serei, der Stolz der Achitektur der Epoche.

Eine Sonderaufmerksamkeit verdienen die Kultbauten von Schachrisabs, die bekanntesten von ihnen – Dorrut Tilowat und Dorrus saodat – die Beisetzungplatze der bekannten Leute der 14-15 Jh.

Der Memorialkomplex Dorrut Tilowat (Haus der Uberlegungen) wurde 1370-1371  uber dem Grab des bekannten Theologen, Sufis- Schamsiddin Kulal, des geistigen Lehrers vom Vater Amir Timurs, Amir Taragai und Timurs selbst. Das Grab von Sufi ist ein bekannter Pilgerort der zahlreichen Anhanger.

Zum Komplex gehort auch eine Dommoschee Kok Gumbas (blaue Kuppel), die 1435 auf den Fundamenten einer vormongolischen Errichtung gebaut ist. An die Moschee waren auch die galerien angeschlossen, von denen die Fundamente der quadratischen Pylonen erhalten sind. Die Kuppel der Moschee mit dem Durchmesser 46 M. ist auch erhalten, die grosser als die Kuppel der bekannten Moschee Bibi Chanum in Samarkand ist. Die Schrift auf dem Portal bezeugt davon, dass die Moschee von Ulugh Beg, Enkel Timurs gebaut ist. Auf der Aussenseite der Kuppel sind die Sentenzen aus Koran erhalten, die mit Mosaik und Majolika gestaltet sind.

Das raffinierte Mausoleum Gumbasi Saidon (Kuppel der Saiden) dieses Ensembles, wurde 1437-1438 nach dem Anlass Ulugh Begs fur die Nachkommen der Timuriden Dynastie gebaut.  Unter den Marmorkenotaphen XV-XVII Jh., die aus dem Nachbarfriedhof in verschiedenen Perioden ubertragen wurden, sind diejenigen, die die Namen der geistlichen Dynastie aus Termes tragen. 

Noch ein bekannter Komplex in Schachrisabs- das Ensemble Dorus Saodat («Liegeplatz der Macht») wurde fur die Beisetzung der Vertreter von der Timuriden Dynastie gebaut. 1376 in Samarkand, im Alter von 20 Jahre, ist der alteste Sohn von Tamerlan- Dschehangir Mirso gestorben. Nach der Entscheidung des traurigen Herrschers wurde in der Heimatstadt der Vorfahren fur den Sohn das schone Mausoleum gebaut, das mit der hohen Kupeel 27 Meter uberdacht ist. Im sudteil des Komplexes befindet sich das Grab noch von einem Sohn Amir Timurs- Umar Scheich Mirso, der 1394 im Alter von 29 Jahre wahrend der Belagerung der Burg Kurd in Iran gefallen ist.

Auf der Ostseite dieses Ensembles liegt das Mausoleum, das fur Amir Timur gebaut wurde, das sein Familiengrab werden konnte, aber es ist leer geblieben, der Herrscher ist in Samarkand im Mausoleum Gur Emir begraben.

Die Grufte faszinieren uns mit ihrer Raffinesse und strengen Formen, ihre Wande, die mit Bogen geschmuckt sind, erhielten die Alabasterschnitzerei, Auszuge der Mosaik-, und Majolikaverzierung mit den Sentenzen aus Koran uber die Verganglichkeit des irdischen Lebens und Feier der Ewigkeit.

Zum Komplex gehort die Moschee Hasrati Imam (Anfang des XIX Jhs.), im Hof deren alte Platanen wachsen. Imam Muchammad Scheibani, oder wie man ihn nannte, lebte  am Ende des VIII Jhs. in Irak. Nach dem Tod 802 wurde er in Rea(Iran) begraben, nach der Legende wurden seine Gebeine durch tamerlan aus Rea in Schachrisabs ubertragen. XIX Jh. wurden seine Gebeine ins Mausoleum vom Sohn Timurs-Dschechangir ubertragen, dank dem der ganze Komplex man Hasrati Imam nennt. Die Bauten von Doruss- Saodat wurden wahrend der Herrschaft vom Adulla Khan II. Scheibani,  Ende des XVI Jhs. zerstort, der laut der Legende das Andenken von seinem grossen Vorganger vernichten wollte. Aus allen Errichtungen des Komplexes sind jetzt nur das Mausoleum  Dschachengirs und die leere Gruft von Amir Timur erhalten.

In Schachrisabs baute man ausser den Kultbauten auch Prophanbauten- Bader, Karawansereien, Brucken und Handelskuppel, die sich durch die Eigenart der Architektur und geschickte Kunstgestaltung.

Im Zentrum von Schachrisabs ist der bedeckte Basar Tschorsu (XV Jh.) erhalten, eine funf Kuppel Ziegelerrichtung- das ist der traditionelle gedeckte Basar mit zahlreichen Geschaften, der auf der Kreuzung der Handelsstrassen der Stadt liegt. Mit ahnlichen Errichtungen waren Buchara und Samarkand im Mittelalter beruhmt.

Das Stadtebad – die interessanteste Architekturbaute der Stadt, die XV Jh. gebaut wurde, es funktioniert bis heute. Das Gebaude mit Marmorboden und Sockeln ist mit gebrannten Ziegeln gebaut und mit Ringkuppeln bedeckt. Seine Beheizung wird durch das ganze System der unterirdischen Kommunikationen durchgefuhrt, die unter dem Boden liegen.

In Schachrisabs gibt es die Bauten der alteren Zeit XVII-XIX Jh., unter ihnen ist „Chonako“ (Pilgerherberge) Malik Adschdara mit der majestatischen Kuppel, die Gemeindemoschee Kysy-Gusar, die eine schone Veranda „Aiwan“ auf den Holzsaulen beruht.

Einer der Anziehungspunkte von Schachrisabs ist das Museum zu Schachrisabs von Amir Timur.

Auf dem Territorium vom Kitab Bezirk befindet sich das unikale palaontologische Museum, das den Gasten uber das Kitab-Schachrisabs Tal seit altesten Zeiten, das mit der Ackerbaubevolkerung besiedelt war. Das ist ein unikaler Ort auf dem Planet, wo man die Lebensgeburt auf der Erde, seine Entwicklung und Vervollkommnung verfolgen kann. Neben der Ortschaft Dschaus besichtigen Sie zauberhafte Bergzuge, in denen man die Geburt und Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt auf der Erde von Cambridge bis Jura Periode beobachten kann (450-250 Mln vor u. Z.).

Im Kreis Taschkurgan befindet sich der bekannte „Dinosaurierpfad“, auf dem Sandstein sind 23 Halbmeter grosse Spuren der gigantischen Reptilien erhalten.

Von Schachrisabs aus kann man aufschlussreiche Abstecher in die Stadt Kitab auf die latitidinale Station machen, wo die Forschungen im Gebiet der Physik der Erde durchgefuhrt werden, und in die Hissar Berge, wo man fur die Moslems heiliges Gipfel Hasrat Sultan sehen kann.

Wahrend der reise durch Schachrisabs bekommen sie eine Menge angenehme Eindrucke und Entdeckungen.