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Haupt / Usbekistan / / Chorezm

GESCHICHTE VON “SONNENLAND“

Die grosste Statte der Weltzivilisation und eines der wichtigsten Handelszentren auf der Grossen Seidenstrasse- Choresm, belegt in Usbekistan eine besondere Stelle. Choresm (Chorasmija, Chwaresm), stellte ein grosses Reich Zentralasiens vor, das sudlich von Aralsee liegt. Die Zivilisation von Choresm entstand Mitte des 3. Jht. vor u. Z. in der ergiebigen Oase, die reich an Fisch und Geflugel war, im Unterlauf des Amu Darja Flusses (griech. „Oxus“), zwischen Karakum und Kisilkum Wusten. Es lag auf dem Territorium von modernem Usbekistan und Karakalpakstan, Nordturkmenistan und Teil von Sudkasachstan. Dieses Land ist die Wiege der unikalen Kultur, hintergelassenene grossartige Denkmaler – verlorene Stadte und gigantische Festungen. Das Land der Tausende Stadte bezeichnete diese Territorien der griechische Historiker Herodot. Choresm wird zum ersten Mal in der bekannten Bechistuner Felsenschrift (Persepolis) 519 vor Chr. als Staat, der durch den persischen Herrscher Darius erobert wurde, erwahnt. Laut wissenschaftlichen Forschungen gilt Choresm als das Heimatland von Zoroastrismus, in dem das unikale Schriftdenkmal „Avesta“- heiliges Buch der Zoroastirer geschrieben wurde, in dem Choresm als „Sonnenland“ bezeichnet wurde. Viele Forscher identifizierten mit Choresm avestische Arjanam- Wojtschach- das erste zoroastrische Land.

Der Name „Choresm“ geht zum persischen „Chur“- die Sonne, und Endung „sm“- das Land zuruck, und entziffert man wie „Sonnenland“, „Flachland“, „Ergiebiges Land“, „Land des Chwarni Volkes“.

Geschichte dieses wundervollen Landes geht zu solchem Altertum zuruck, mit dem sich die Zivilisationen vom alten Agypten und Babylon vergleichen konnen. Die altesten archaologischen Denkmaler gehoren zur Neolit Zeit. Auf seinem Territorium sind die Jager-, und Fischerstationen entdeckt, die zu Keltaminar Kultur (4-3 Tausende vor u. Z.) gehoren. 
 

UBER DIE STADTE VON CHORESM

Die Hauptstadt des modernen Chorem Gebiets Usbekistans ist Urgentsch- das Verwaltungs-, und Kulturzentrum, das am linken Ufer von Amu Darja Fluss liegt. Seine Erscheinung gehort zum XVII Jh., damals siedelte der choresmische Khan Abulgasi auf die neue Stelle die Einwohner der entvolkerten Stadt Kunja Urgentsch (Gurgantsch)- mittlealterische Hauptstadt des reichen und machtigen Choresm Staates um. Der Fluss Amu Darja wechselte seinen Gang, und war Ursache des Umkommens vieler Siedlungen. Die letzte  Wende von Amu Darja Ende des XVI Jhs. entvolkerte das alte Urgentsch. Die Stadt wurde im heiligen zoroastrischen Buch Avesta unter dem Namen „Urwa“, „Urga“ erwahnt. In der Kangjui Zeit war die Stadt unter dem Namen „Changird“, „Chadschird“ bekannt. Die Ruinen von Kunja Urgentsch mit einzelnen, gut erhaltenen Mausoleen, Palasten und Medressen befinden sich 150 Km. nordwestlich von der modernen Stadt Urgentsch, auf dem Territorium Turkmenistans. Auf der neuen Stelle wurde eine nicht grosse Festung unter dem Namen neues Urgentsch erbaut, die eine Handelssiedlung des Chiwa Khanats war.

Die jahrhundertealte Geschichte noch einer Stadt Chiwa ist mit dem Schicksal von Choresm verbunden. Die Aufstiegszeit, als Choresm an der Spitze der machtigen Staatsbildungen stand, wechselte mit der Niedergangszeit ab, als seine Stadte und Siedlungen von verheerenden Invasionen umkamen. Laut archaologischen Angaben, wurde Chiwa vor 2500 Jahren gegrundet, im Altertum war es unter dem Namen „Cheiwak“ bekannt. Nach Meinung einiger Gelehrten entstand der Name der Stadt, die Mitte des 1. Jhts. vor u.Z.  am Kanalufer Palwanjab entstand, wurde von „Cheikanik“ (oder Keikanik) d.h. „Stadt liegende am Kanalufer“ abgeleitet. Nach anderer Meinung ist es vom altalanischen „Chiau“- Festung abgeleitet.

Uber die geheimnisvolle Stadt blieben viele Legenden erhalten, eine von denen besagt, dass die Stadt um einen Brunnen Cheiwak entstand, das Wasser dessen einen wunderbaren Geschmack hatte, und der Brunnen wurde nach Befehl von Sim, der Sohn von biblischen Noa, ausgegraben. In Itschan Kala (Innenstadt von Chiwa) kann man auch heute diesen Brunnen sehen, der laut der Bestatigung der Chiwaner Altergenosse der Stadt ist.

Das Wort „Chiwa“ ist aus arabischen geographischen Werken des X. Jhs. als der Name einer der Ortschaften  auf der Karawanenstrasse zwischen Gurgantsch (heute Kunja Urgentsch) und Merw (heute Mary) bekannt, altere Angaben uber die Stadt sind unbekannt.

Im alten Staat VII-VI  Jh. formte sich eine Kulturgemeinsamkeit aufgrund der sako-massagetischen Bevolkerung. Choresm leitet eine Konfoderation der ostiranischen Stamme (Das Grosse Choresm). Mite des VI Jhs. vor Chr. wurde es durch altiranische Achemenidenreich erobert. Bei Achemenid Artaxerxus II. (404-358) wurde Choresm zu einer eigenstandigen Satrapie, mit dem Zentrum in der Festung Kalaly Gyr gemacht.

Choresm erhielt seine Unabhangigkeit wahrend des Feldzugs von Alexander dem Grossen und grako-mazedonischen Herrschern in Zentralasien II. Jh vor u. Z.

III Jh. vor u. Z. erlebt Choresm einen niedagewesenen Wirtschaftsaufstieg, es entwickeln sich Handwerke, Handel, es werden neue Stadte (Basar Kala, Dschanbas Kala) und Kultzentren (Koj Kyrylgan Kala) gebaut. Eine grosse Aufmerksamkeit schenkt man der Entwicklung der Medizin, Astronomie und Architektur.

Seit der Mitte des I. Jhs. bis II. Jh., als Choresm in Kanguj Konfoderation beitritt, werden grossartige Schutzposten der regularen Armee (Kyzyl Kala) und Stadte-Festungen gebaut. Die Krone  der Kunstkultur damaliger Epoche ist die bekannte Siedlung Toprak Kala – echte Synthese der Architektur, Skulptur und Malerei. Im Gegensatz zu agyptischen Pyramiden und Palasten in Babylon wurden die Stadte von Choresm ohne Stein und Holz gebaut. Als Baumaterial diente der Flusssand, der die Feuchtigkeit isolierte, und als Schutz gegen die Erdbeben diente.

Die Kanguj Herrschaft liess eine grosse Spur im Wirtschafts – und Kulturleben der Volker Zentralasiens hinter. Die Erscheinung der griechischen Handler, Kunstler und Handwerker brachte zur Synthese griechischen und orientalischen Kulturen- zum orientalischen Hellenismus.

305 bis  995 Choresm, zum auch Chiwa gehorte, herrschte Afrigiden Dynastie.

712 war Chiwa durch arabische Truppen des Feldherrn Kuteiba ibn Muslim erobert. Chiwa wurde zum Teil der arabischen Welt. Trotz der Abhangigkeit von Arabern, erhielten die Afrigiden ihre Macht bis X Jh.

Х-ХI Jh. – Blutezeit des choresmischen feudalen Staates, damals erschienen neue Stadte, entwickelten sich Handwerke und Handel, neue Kanale einige hunderte Km. lang. In dieser Zeit Urgentsch, die Hauptstadt von Choresm, war eine gestaltete Stadt mit hoher Kultur und Wissenschaft. Der Choresmschah Abul Abas Ma?mun, der Gonner der Wissenschaftler und Kunstler sammelte grosse Gelehrte- Enzyklopadisten des Orients- Medikus Ibn Sina (Avicena), Mathematiker Abu Reichan Beruni, Historiker Ibn Miskaweicha, Philosophen Abu Sahl Masichi in die erste Wissenschaftsakademie im moslemischen Orient -„Bait an Chikma“. Sie leitete der grosse Mathematiker al Choresmi (783-850). In Urgentsch wurde wurde das „Weisenhaus“- die Akademie, in der die Forschungen in der Naturwissenschaft erfolgten. Aber diese Zeit dauerte nicht lange- bis 1017, bis zur Eroberung Choresms durch Machmud Gasnawi.

In der Epoche der Grossen Chroresmschahs zwischen XII-XIII Jh. wurde der grosse Staat gegrundet, das sich vom Nordufer des Kaspischen Meeres bis zum Persischen Golf und von Kaukasus bis Hidukusch erstreckte. Diese Zeit des hohen Kultur-, und Kunstauftiegs, Macht und Glanz der Epoche im Aufbau der Sokral- und Prophanbauten.

1220 wurde die Stadt durch die Horde Dschigis Khans zerstort und dem Erdboden gleich gemacht. Nach der Mongolen Eroberung XII Jh. gehorte Choresm zur Goldenen Horde, auf die Kultur deren es einen wesentlichen Einfluss leistet. Die Hauptstadt Choresms Kunja Urgentsch, die auf der Kreuzung der Karawanenstrassen lag, die sie mit den Stadten von Untervolga und Zentralasien verband, blieb eines der grossten Handwerkzentren Zentralasiens.

1388 tritt Choresm in grosses Reich von Amir Timur bei. Im Laufe fast von einem Jahrhundert dauerte der Kampf zwischen der Timuriden Dynastei und Khans der Goldenen Horde fur das Recht Choresm zu herrschen.

1505 gehorte Choresm zum Scheibaniden Reich. 1512 kommt an die Macht usbekische Dynastie, die zum Haus von Dschutschi gehort, sie blieb an der Macht bis Ende des XVII Jhs. 

Chiwa wurde zur Hauptstadt des Reiches seit 1556. 1598 wandelt sich Chiwa in die Hauptstadt des Chiwa Khanats um.

Seine Architekturensembles ubermitteln das Kolorit der dekorativmonumentalen Kunst des spatfeudalen Choresms. In der kurzen Zeit wurde Chiwa eines der geistigen Zentren von Mawerranachr. In der 1. Halfte des XVII Jhs., beim Herrscher Abulgasi Khan, stellte Choresm einen grossen selbststandigen Staat vor, den man als Chiwa Khanat bezeichnete.

Doch, schon XVIII Jh. feudale Zersplitterung, Dynastiezwiste, Fehde mit Nachbarnstammen und Staaten verschwachten das Land. Nur XIX Jh., nach der Festsetzung der Kungrat Dynastie, formt sich Chiwa als grosses Kulturzentrum und wird aktiv mit monumentalen Sokral-, und Prophanbauten bebaut.

70-er Jahre des ХIХ Jhs. wurde uber den Chiwa Khanat der Protektorat des Russischen reiches proklamiert.

Das Termin „Chiwa Khanat“ wurde in der russischen und westeuropaischen Literatur gebraucht. In der einheimischen  offiziellen Sprache bezeichnete man es „Choresmisches Reich“, damit erklart man auch den Namen der 1920 entstandenen Sowjetischen Volksrepublik Choresm.  1925 traten die Territorien des Chiwa Khanats in Usbekische und Turkmenische SSR bei, und Chiwa wurde Teil von Usbekistan.

Diese alte Stadt ist eines von Hauptreisezentren der Republik Usbekistan, die die Gaste durch unzahlige Denkmaler mit einzigartiger Architektur, Gegenstanden der dekorativen und angewandten Kunst, Gastfreundlichkeit der Einwohner vorlockt.
 

DIE DENKMALER CHIWAS

Das Freilichtmuseum- Chiwa, wie Saphir mit Diamantenschliff fasziniert die Gaste mit der wunderbaren Architektur. Geraten in die Stadt, entzuckt man von der Aussicht der majestatischen Marchenstadt mit dem Labyrinth der engen Gassen, Monumentalbauten, Medressen, Moscheen, Mausoleen, Handelshauser. Es wurde 1990 in die Liste von Weltkulturerbe der UNESCO eingeschlossen, und 1997 feierte ganze Weltkulturgemeinschaft 2500 jahriges Jubilaum von Chiwa. Die Ruinen der Errichtungen, die das Alter der Stadt beweisen, sind unter einigen Kulturschichten begraben, auf denen Itschan Kala- Zentralteil Chiwas steht. Unter den altesten Funden, die in der untersten Schicht gefunden wurden, sind Fragmente der Keramikgeschirre, die VI-V Jh. vor u.Z. datiert sind. Innerhalb von vielen Jahrtausenden erlebten die Kunst und Architektur der Region viele Anderungen, die mit sozialwirtschaftlichen und ethnogenetischen Faktoren verbunden sind. Viele Zuge der choresmischen Architektur sind in unseren Zeiten erhalten und erschienen in der angewandten Kunst und Architektur der Usbeken, Karakalpaken und Turkmenen, die auf diesem Territorium seit altesten Zeiten leben. 

Die meisten Errichtungen in Chiwa, Museum der choresmischen Architektur, sind von der Periode des Chiwa Khanats, Ende des XVIII-XX Jh. erhalten. Das war eine Zeit des relativen Kultur- und und Handwerkenaufstiegs. Die Stadt wurde wiedergebaut, sie wurde nach Vorbild der altesten Siedlungen Zentralasiens gebaut, dabei erhielt geprufte mit Jahrtausenden Zweckmassigkeit und ihre Struktur.  

Im Aufbau wurden Prinzipien, Methoden und Handgriffe ausgearbeitet, die eine eigenstandige Kunstschule schufen, die Traditionen deren sich weit uber die grenzen des Gebiets verbreiteten. Die Kunst der Holzschnitzerei, besonders geschnitzte Ture, Saule, Ture und Glasufliessen in der Baukunst von Chiwa rufen eine grosse Entzuckung hervor.  

Im Gegensatz zu anderen Stadten Usbekistans, hat Chiwa eine einzigartige Gliederung. Die Altstadt gliedert sich in 2 Teile- Innenstadt Itschan Kala und  der altere und befestigte Teil ausserhalb- Aussenstadt Dyschan Kala, die durch die Mauer mit 10 Toren  und Wohnvierteln umgeben ist. Hier befanden sich Basare und Khans Garten.

Das Ensemble Itschan Kala shcliesst in sich ca. 60 wertvolle Bauwerke und ca. 400 Traditionshauser und andere Zweckbauten ein. Seit 1969 hat Itschan Kala den Status der historisch-architektonischen Schutzzone.

Die Stadt in der Stadt- Itschan Kala  hat eine Form des unregelmassigen Rechecks, ausgestreckt von Norden nach Suden (650x400 M.). Die Festung nimmt  das Territorium von 26 Hektar, das von einer Wehrmauer  mit der lange von 2200 M und Hohe von 8-10 M. ein. Die Stadtmauer mit 4 Toren (Ata Darwasa, Bachtscha Darwasa, Palwan Darwasa, Tasch Darwasa) fasst  die Stadt mit Palasten, Moscheen, Medressen, Minaretten, uberkuppelten Badern, Wohnbauten, unterirdischen Wasserbehaltern um, die alteren von denen ca. 10 Jh. erschienen sind. Darin sind die besten Traditionen der choresmischen Volkskunst verkorpert.

Der Ursprung der Stadt stammt aus der Zitadelle Kunja Ark (Alte Festung) XVII Jh., mit der Flache 1 ha., die an der Stadtmauer  neben dem Westtor liegt. Nach den Kulturschichten kann man vermuten, dass das Territorium der von Ark schon langst besiedelt war. Es ist auch bekannt, dass bei Arang Khan (1686-1688) dort eine Kurinisch Chona (Empfangshalle) gebaut wurde. In der Zitadelle erhielten auch Sommermoschee, Wintermoschee, Munze und Harem. Die Wande und Aiwane(Veranda- Vorhalle) mit den Holzsaulen der Moschee und Empfangshalle (1825-1842) sind mit der Majolika verziert.

Von den erhaltenen Bauwerken Chiwas sind die altesten das Mausoleum von Said Allautdin (gest. 1308) und Pachlawan (Ringkampfer) Machmud im Zentrum von Itschan Kala. Sie wurden XIV Jh., in der Glanzzeit von der Architekturschule Choresms geschaffen. Die Schonheit der Muster vom Grabstein, die Komposition und Tonalitat der Malerei zahlen als eines der besten Muster der Majolikakunst des XIV Jhs.

Der Hauptobjekt Chiwas ist der Memorialkomplex von Pachlawan Machmud (1247-1326)- der Heilige und Gonner der Stadt. Das Mausoleum wurde uber seinem Grab XIX Jh. Erbaut und hat die grosste Kuppel in Chiwa. Der Komplex wurde zur Ehre des zu verehrenden Dichters und Handwerkers von Chiwa gebaut, der nach seinem Tod  als Heiliger verehrt wird. Anfang des XIX Jhs. entstand um das Mausoleum von Pachlawan Machmud der Friedhof der Herrscherfamilie, entstand das Bauensemble, des die Winter-, und Sommermoscheen, Gebets-, und Koranraume umfasst.

Ausser des Mausoleums gibt es eine Dschuma Moschee(Freitagsmoschee) (1778-1782), mit dem flachen Dach uberdachter rechteckiger Saal (45x55 M.), mit 213 Holzsaulensaulen aus den X-XVI Jh. Jede Saule ist eine Einzelseite der Entwicklungsgeschichte der Bauformen, unikalen Ornamenten und Technik der Kunstschnitzerei.

Noch eine Kultbaute der Stadt- Ak Matschit (Weisse Moschee), die1838-1842 gebaut wurde. Es ist ein Beispiel der Gemeindemoscheen mit der weissen Wandstukkatur. Ihr Zentralraum (6,35x6,35 M.) ist von 3 Seiten mit hohen saulenreichen Holzvorhallen umgeben, schlanke Saulen und schone Kapitellen deren mit der Schnitzerei geschmuckt ist.

In der Zeitspanne von ХVII—ХVIII Jh. wurden in Chiwa eine Menge der geistlichen Hochschulen – Medressen Arabmuchammed (XVII Jh.), Medresse Hurdschum (XVII Jh.), Medresse Schirgasi Khan (XVIII Jh.) gebaut.

Medresse Schirgasi Khan (1719—1726 г.г.) – die alteste und bekannteste Medresse, in der bekannte Dichter, Gelehrten des Landes- Pachlawankuli Rawnaka (geb.1725) und der Klassiker der turkmenischen Literatur Machtumkuli (1733-1793) studierten. Unter dem Volk bezeichnete man sie als „Maskan-i-Fasilan“ (Gelehrtenanstalt).

Einer der belebten Orte Chiwas war der Platz vor dem Osttor Pachlawan Darwasa. Hier noch VII Jh. wurde das bekannte Badehaus Anuscha Khans und einstockige Medresse Hodschanberdij (1688) erbaut.

XIX Jh. wurden in der Hauptstadt des Khanats eine Menge Hochschulen erbaut, die grossten von denen waren die Medresse Amin Khan und Medresse Seid Muchammed Rachim Khan II., die zu den Zentren der 2 Ensembles wurden.

Medresse Allakuli Khan (1834—1835) war eine der popularen geistlichen Hochschulen Chiwas. Mit der Hauptfassade schaut sie in den Hof der teilweise zerstorten Moschee Hodschanberdij (1688), infolge dessen wurde sie unter dem Volk als „Hurdschum“ (gestickte Tasche) bezeichnet.

In jeder usbekischen Stadt Usbekistans kann man majestatische und verschiedene nach der architektonischen Form Minarette sehen, die eine wichtige Stelle in der Aussicht der Stadt einnahmen. Von einem unwahrscheinlich grossen Interesse  fur die Gaste sind die Minarette, die bei den Moscheen gebaut wurden, und damit schufen sie einheitliches Ensemble. Unter den Minaretten ist das hochste (57 M.) und vollkommen nach der Architektur ist das Minarett von Islam Hodscha (1908), das neben der gleichnamigen nicht grossen Medresse erbaut ist. Der Durchmesser des Minaretts beim Sockel betragt 9,5 M. Islam Hodscha war der Hauptvesir (Ministerprasident) des Chiwa Khanats bei Muchammed Rachim Khan II. (1863-1910) und seinem Sohn Asfendijar Khan (1910-1920).

Das zweitgrosste Minarett bei Dschuma Moschee (Freitagsmoschee) wurde XVIII Jh. erbaut. Im Gegensatz zu anderen Minaretten Chiwas ist es fast nicht geschmuckt.

Noch ein bekanntes Minarett- Kalta Minar (das kurze Minarett) (1855), das unvollendet in der Hohe von 26 M und Durchmesser 14,2 M. geblieben ist, sollte das hochste Minarett nicht nur Chiwas, sondern Mittelasiens sein. Aber infolge des Herrschertodes wurde der Aufbau des Minaretts stillgelegt.

In Chiwa, das durch seine Basare und Handelspassagen in der I. Halfte XIX Jhs. bekannt war, wurde bei Palwan Darwasa (Osttor) eine Karawanserei erbaut, und an die Hauptfassade ein uberdachtes TIM (Handelszentrum) angebaut. So, auf einem Platz wurden Handel und Hotel fur die Kaufleute konzentriert.

Die besten Errungenschaften der Wohnarchitektur sind im Aufbau der Palaste von Chiwa widerspiegelt, die Volksmeister machten eine grosse Meisterung im Aufbau der Herrscherpalaste- Kunja Ark, Tasch Hauli (das steinerne Haus), Palast von Asfendijar Khan. Eine besondere Aufmerksamkeit verdient der neue Herrscherpalast – Tasch Hauli aus dem XIX Jh. Er ist allerseits mit einer Zahnmauer umgeben und gliedert sich in 3 Teile: Empfangshof, Harem und Gerichtshof. Der Palast Tasch Hauli verkorpert die Charakterzuge der choresmischen Baukunst mit der einzigartigen Ausschmuckung der zahlreichen Gemacher. Jetzt ist in einzelnen Salen die Museumsexposition der Geschichte, Kultur und dekorative Kunst von Choresm ausgestellt.

In vielen Bauwerken vom alten Chiwa sind viele Expositionen ausgestellt, so, in der Kasi Kalan (Anf. XX Jh.) befindet sich ein kleines Museum fur angewandte Kunst von Choresm, in der Medresse Allakuli Khan (1835)- Museum fur Medizin vom alten Choresm namens Ibn Sina (Avicena) u.s.w. 

In der Aussenstadt- Dyschan Kala befinden sich viele Bauwerke.

Die Baukunst der choresmischen Meister ist zweifellos ein Teil der Weltkultur. Die antiken Schlosser, mittelalterische Festungen, spatere Stadte dieser altertumlichen Oase sind in der ganzen Welt bekannt und bezeugen jahrhundertealte Erfahrungen und Talent ihrer Meister. 

Die Schonheit und Majestat der Stadt, der Charme der Bauwerke lasen ungleichgultig sogar die verwohntesten Gaste. Jeder findet Etwas fur sich- eine kleine Gasse, gemutliche Teestube, bekanntes Handelzentrum, interessantes Museum oder Baudenkmal.